Sonntag, 20. November 2011

Ein sinnlicher Morgen - Erotisches für einen Bedsunday

Im letzten Drittel der kurzen Nacht tauchte Lona aus dem Schlaf auf, ohne bewusst wach zu sein. Die Lust breitete sich in ihr wie ein strahlenförmiges Dreieck aus. Diese Art der Erregung ohne Berührung hatte sie nie zuvor so intensiv gespürt, dieses Kribbeln links und rechts vom Schambein bis zum Damm und in der Harnblase wie in einer elektrischen Leitung, in welcher unaufhörlich Strom pulsierte.
Sie lag auf der Seite, ein wenig verdreht, noch immer im Halbschlaf, das obere Bein fiel nach vorn, das Knie berührte das Laken, die Bettdecke hatte sie nach unten gewühlt.
Die Fingerkuppen seiner Hand berührten ihre Haut am Oberschenkel, wo sie in die Rundung des Gesäßes überging. Stromstöße auch dort. Maurice war wach, sie hörte ihn atmen, er rührte sich anders als im Schlaf. Sie drängte sich dichter an ihn. Finger tasteten sich von hinten an den fleischigen Tunnel heran, sein Kopf rutschte auf das untere Bein, er hob das andere an und leckte über den Gipfel des Kitzlers, wo dieses Gefühl der Lust schon fast den Körper sprengte. Schon kurz darauf überrollten sie die ersten Wellen, und sie wünschte sich, dass er nach einer kurzen Pause weitermachte, denn sie hatte noch nicht genug.

»Fick mich. So von hinten. Ich will dich in mir spüren.«
Schon spreizte er ihre Beine und bahnte sich seinen Weg in ihren Tunnel, der üppig und nass lockte. Er fasste ihre Haare hinten auf dem Rücken wie den Schweif eines Pferdes zusammen und hielt ihn stramm, während er fest zustieß...

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Donnerstag, 3. November 2011

Erotisches um Mitternacht (aus Facetten der Sinnlichkeit)

Als sie danach in der Hotelbar Lava Flow tranken, flüsterte Maurice ihr ins Ohr: «Du siehst phantastisch aus. Alles an dir.« Er bemühte sich, mit seinen Komplimenten auszudrücken, dass leblose, keratinhaltige Hornfäden nicht die gesamte Lona waren, sondern nur ein Teil der Frau, die er liebte.
»Du kommst genau richtig. Ich hatte heute Morgen keine Lust, sie zu waschen. Ich habe sie nur einparfümiert und mir diesen biederen Gretchenzopf geflochten.«
»Eine Beleidigung für diesen Traum.«
»Alles, was wir erleben, ist auch für mich neu und unglaublich. Gegen keinen würde ich dich eintauschen, Mo.« Lona pulte einige Haare aus ihrem Kranz um den Kopf, sie tat das immer so, dass es wie zufällig und verspielt aussah, dabei wusste sie genau, welche Reize das bei ihm auslöste. »Ich stelle mir gerade vor, wie es ist, wenn ich ein paar abschneide und sie auf deinem Bauch verstreue, ganz sinnig verreibe. Wie sich das wohl anfühlt? Haut an Haut, und dazwischen kitzeln diese stacheligen Spitzen.«
Sie ging völlig darin auf, ihn total scharf zu machen und brachte ihn in Stimmung mit Geschichten, die sie erfand und in die sie seine Vorliebe einbaute oder in denen sie schon vorhanden war. Impulse schossen durch sie hindurch, wenn sie wie in diesem Moment in seine Augen sah, die blitzschnell ihre Sanftheit verloren, reflexartig aufleuchteten, und in denen nur noch pure Lust und animalische Gier zu erkennen waren.
Im Hotelzimmer fielen sie wie Süchtige ineinander, dieses Mal genügte schon die einzelne Strähne, die sich hinunter in den Ausschnitt ihres Shirts kringelte, um ihn völlig verrückt zu machen. Er zog weitere aus dem Geflecht und schob das Shirt an den Trägern über die Schulter und gleichzeitig soweit über die Brüste, dass die Knospen gerade noch herausschauten und hart wurden. Er leckte hinüber und saugte an ihnen. Nach und nach zupfte er noch mehr Haare heraus, und wenn er ein Einzelnes hätte greifen können, würde er Haar für Haar herausziehen, selbst, wenn er Tage dafür brauchen würde.
Seine Lippen schwebten zu ihren herauf, und dabei löste er die Spangen, mit denen sie den geflochtenen Kranz auf dem Kopf festgesteckt hatte. Strähne für Strähne kämmte er mit den Fingern durch. Solche Momente waren Auslöser von inneren Kettenreaktionen, hatte Maurice auf ihre Frage, was ihn an Haaren am meisten erregen würde, geantwortet.
»Der Geruch, der Glanz, das Gefühl beim Berühren, die Leichtigkeit oder Schwere eines Zopfes, die sinnliche Erfahrung, wenn ich die Höhen und Buchten dieser Zöpfe mit den Fingern ertaste. Doch erst wenn ein Zopf geöffnet wird, oder wenn die Haare nass sind, werde ich total verrückt.«