Sonntag, 29. Januar 2012

#SampleSunday Leseprobe aus der neuen KG(18+)

Darum geht es in der KG
Emma hatte ihr tatsächlich einen Nacktputzer bestellt. Der saß nun in Jeans und T-Shirt auf ihrem Sofa und wirkte wenig selbstbewusst. Marie hatte Kaffee gekocht und Butterkuchen besorgt, aber den rührte er nicht an.
»Ich mach das zum ersten Mal. Bin sozusagen eine
Putzjungfrau. Vielleicht ist das alles auch eine Nummer zu groß für mich.« Sascha senkte den Kopf und spielte mit den Fransen der Tischdecke.
»Fein, da sind wir schon zu zweit. Ich weiß überhaupt nicht, ob ich den Anblick eines nackten Mannes ertrage und nicht sogar losschreie.« Sie war so aufgeregt, dass sie die Kuchengabel auf dem Teller hin und her schob.
Sie bemerkte das Aufleuchten in Saschas Augen, als er sie kurz ansah. »Das verstehe ich gut und finde es nicht schlimm. Solche Reaktionen kenne ich.«
Marie sah ihn an. Wie alt mochte er sein? Fünfundzwanzig? Vielleicht auch älter. Er wirkte scheu und demütig, fast knabenhaft, und dadurch fiel es ihr schwer, sein Alter zu schätzen.
»Bei mir und meinem Mann ging es eher langweilig zu. Meine Generation war noch nicht so offen. Man hat sich geschämt voreinander.«
»Deswegen mag ich ältere Frauen, aber so alt sind Sie doch nicht.«
»Vierzig und total verklemmt erzogen.«
»Stört mich nicht. Ist ein prima Übungsfeld für uns beide.«

Marie saß kerzengrade auf dem Sofa, schlug die Beine übereinander und faltete die Hände um das obere Knie. Sie senkte den Kopf und schaute auf den niedrigen Tisch vor sich, als er sich bis auf einen sehr knappen Slip auszog. So war es ihr recht, in kleinen Schritten und nicht gleich mit dem Holzhammer.
Sie griff nach ihrer Tasse und nahm noch ein Stück Kuchen. Er flanierte mit dem Staubsauger an ihr vorbei, sie hob den Kopf etwas höher, fuhr mit den Augen an seinen Beinen hoch und erhaschte einen ersten Blick auf seine Hoden, die sich an den Seiten des Slips herausquetschten. Das sah unanständig aus und erregte sie sehr. Das Herz trieb das Blut einige Schläge schneller durch den Körper als sonst. Durch den Wechsel von Widerwillen und Erregung spürte sie ein so starkes, kurzes Zucken zwischen den Beinen wie schon lange nicht mehr. Sascha, der zuvor mit eingezogenen Schultern den Staubsauger durch das Wohnzimmer geführt hatte, nahm wahr, dass sie ihm direkt auf die Genitalien blickte und richtete sich plötzlich gerade auf. 'Stolz wie ein Pfau', wäre ihr fast herausgerutscht.

Für den Anfang gefiel ihr alles gut. Sehr gut. Es gefiel ihr weitaus besser, als wenn er alles ausgezogen hätte.