Montag, 12. November 2012

Leseprobe - Triambolage



»Hat Sylvie dir auch einen …?« Gina setzte sich in den Sessel und umklammerte die Knie mit den Händen.
»Geblasen? Nein, das war absolut tabu für uns«, antwortete Toni. Er fühlte sich unwohl. Seit Tagen versuchten er und Gina miteinander auszukommen. Sie hatte sich vorübergehend in ihre Wohnung zurückgezogen, schlief dort und war jetzt bei ihm, weil sie ins Kino wollten.
Ständig gab es nur ein Thema. Sylvie.
»Anal?«, bohrte sie weiter.
Toni horchte auf und zog die Stirn in Falten. »Was stellst du für Fragen? Nein, haben wir nicht.« Es war nicht einmal gelogen. Die Massage zählte nicht als Fick. Und die würde er Gina verschweigen.
»Hattest du schon mal eine, die Analsex mochte?« Sie rutschte tiefer in den Sessel, drehte sich und ließ die Beine lässig über die Lehne hängen.
»Wie kommst du jetzt darauf?« Toni wunderte sich nur noch. Wollte Gina eine Liste abarbeiten? Blow-Job? Analsex?
Aber das Stichwort genügte, um einen Impuls direkt ins Zentrum der Lust zu senden und die Erinnerung an Sylvies Massage zu wecken. Er war nicht sicher, ob die irgendwann irgendwas toppen konnte.
»Ich möchte das mal mit dir ausprobieren. Ich will alles kennenlernen. Alle Stellungen. Alle Varianten. Alles.«
»Wenn du wirklich willst, aber nicht nur mir zuliebe«, sagte er.

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Toni stellte sich hinter sie und ließ beide Arme zu ihren Händen hinuntergleiten, um sie mit seinen zu verflechten und dann hochzuziehen. Sie genoss es, aber dennoch spürte sie das stechende Brennen in der Herzgegend, als sie an Toni und Sylvie dachte. Das beklemmende Gefühl schnürte ihr den Brustkorb zu.
Gina löcherte ihn weiter. »Ménage à trois? Würde dir das gefallen?«
Unglaublich. »Warum fragst du so einen Mist, verdammt noch mal? Ich habe vor dir nichts Aufregendes beim Sex erlebt. Glaubst du, jeder steht auf Dreier?«
»Ich habe es nur gelesen. Zwei Frauen, ein Mann. Den Männern gefällt das angeblich, es sind ihre geheimen Wünsche.«
»Und deswegen musst du sie gleich erfüllen? Es gehören immer zwei, nein drei dazu. Nur wenn alle wollen, bringt das was. Und kein Mann wird sterben, wenn er nie einen Dreier hatte. Fantasie und Wunsch, Realität und Erfüllung sind nicht immer ein und dasselbe.«
»Ich wollte wissen, ob du dir das schon mal vorgestellt hast.«
Sie brachte ihn in Bedrängnis. Natürlich stellte er sich vor, mit Gina und Sylvie Sex zu haben. Seit Sylvies Besuch war die Gier danach kaum auszuhalten.
»Gina, sei einfach Gina. So wie ich dich liebe. Versuche nicht, Venus oder Vamp zu sein oder Sylvie zu kopieren. Zwischen ihr und mir, das war nur sexuell. Bei dir ist es stärker. Was soll ich mit zwei Frauen, die identisch sind? Gerade weil ihr verschieden seid, liebe ich euch.«
»Du liebst sie?«
 

Freitag, 2. November 2012

... und noch eine Leseprobe zur Nacht



Toni merkte, wie der peitschende Rhythmus auch bei ihm zu einer Erregung führte, die er so nicht kannte. Einer Ekstase ähnlich. Sie füllte den gesamten Körper aus und leerte den Kopf völlig.
Sie standen sich gegenüber, öffneten die Augen und umarmten sich. Ihre Blicke begegneten sich und waren ein gegenseitiges Versprechen von Leidenschaft. Er zog mit den Zähnen langsam den Reißverschluss ihres Kleides herunter. Jeder Millimeter befreite Haut gab die Antwort auf die Frage, die er sich vorher schon gestellt hatte? Was trug sie darunter?
Nichts.
Er streifte es über die Schultern und hatte fast Angst, sie zu berühren. Was konnte er ihr noch bieten? Sie hatte doch schon alles erlebt. Er hielt sie im Arm und kitzelte mit einer ihrer Haarsträhnen eine Brustwarze. Die rotbraunen Knospen hatten es ihm angetan. Sie reagierten sofort auf seine Berührung und standen steif nach vorn.
»Vögeln wäre nicht gut. Dann käme ich mir vor wie ein Verräter«, sagte er fast flüsternd.
Der ungehorsame Phallus war von dieser Idee nicht besonders angetan und zuckte ungeduldig in der Hose.
»Genauso geht es mir. Deswegen küsse ich dich auch nicht. Eigentlich küsse ich sowieso kaum. Ergo, vögeln geht nicht, wichsen ist langweilig, oral wäre jetzt auch sehr intim, das geht auch in Richtung Verrat. Wir werden aber auch so wundervollen Spaß haben. Mach weiter. Das ist schön.«
Seine Lippen verwuchsen mit der Knospe, er umspielte sie abwechselnd mit der Zunge oder saugte an ihr, sie stand fest und steil, auch weil Sylvies Haare sie kitzelten und dabei seine Lippen berührten. Er saugte und verstärkte den Druck mit der Zunge, während sich die andere Hand mit der anderen Brust und dem Nippel beschäftigte, beides knetete, drückte und zupfte. Er drehte ihn um fast hundertachtzig Grad, worauf Sylvie kurz und heftig Luft holte und »ja, ja, ja«, schrie. Mit schnellen Bewegungen zog er die Fingerspitzen über die Nippel, als würde er Gitarrensaiten schlagen, und Sylvies Atmen war nur noch ein Keuchen, nur unterbrochen von ihrem »ja, mehr. Noch mehr.«
Sie sanken auf den Teppich. Sylvie zuckte heftig, fasste sich zwischen die Beine und rieb sich weiter, laut keuchend. Plötzlich atmete sie wieder ruhig.
War sie nur davon schon gekommen? Er staunte.
*
Sylvie drehte ihn auf die Seite. »Noch eine zweite Übung. Die wirst du nie vergessen«, sagte sie und stand auf. Sie wühlte ihn ihrem Gepäck herum und holte ein Beauty case heraus.
Seine Erektion beachtete sie nicht, als sie seine Shorts über die Hüften streifte und auszog. Was hatte sie vor?
Toni spürte ihre Finger direkt auf dem Steißbein. Sie glitten hinunter in die Pospalte bis zum Damm. Ein wohliges Kribbeln fühlte ihn aus. Sie knetete die Backen oder strich mit den Fingernägeln hinüber. Eine kühle, feuchte Masse verteilte sich in der Ritze, und Finger streichelten den gesamten Bereich um die gekräuselte Öffnung. Besonders intensiv massierte sie den Damm und betupfte mit den Fingerspitzen die Hoden. Liebevoll streichelte sie die Eichel.
Toni schnaufte. Sie zog etwas über den Finger, er nahm ein leichtes Rascheln wahr. Als sie ihren Finger in den engen Anus bohrte, zuckte Toni und kniff die Backen zusammen. Er war entsetzt.
»Sylvie. Nein! Was machst du? Willst du, dass ich schwul werde?«
»Ich möchte dich verwöhnen. Das erleben von hundert Männern höchstens zehn mit ihrer Partnerin. Das ist kein Arschfick. Das ist Wahnsinn. Sortiere nicht in Schubladen. Ob du Homo oder Hetero bist spielt keine Rolle. Lass los und genieße.«