»Hat
Sylvie dir auch einen …?« Gina setzte sich in den Sessel und umklammerte die
Knie mit den Händen.
»Geblasen?
Nein, das war absolut tabu für uns«, antwortete Toni. Er fühlte sich unwohl.
Seit Tagen versuchten er und Gina miteinander auszukommen. Sie hatte sich
vorübergehend in ihre Wohnung zurückgezogen, schlief dort und war jetzt bei
ihm, weil sie ins Kino wollten.
Ständig
gab es nur ein Thema. Sylvie.
»Anal?«, bohrte sie weiter.
Toni horchte auf und zog die Stirn in Falten. »Was
stellst du für Fragen? Nein, haben wir nicht.« Es war nicht einmal gelogen. Die
Massage zählte nicht als Fick. Und die würde er Gina verschweigen.
»Hattest
du schon mal eine, die Analsex mochte?« Sie rutschte tiefer in den Sessel,
drehte sich und ließ die Beine lässig über die Lehne hängen.
»Wie
kommst du jetzt darauf?« Toni wunderte sich nur noch. Wollte Gina eine Liste
abarbeiten? Blow-Job? Analsex?
Aber
das Stichwort genügte, um einen Impuls direkt ins Zentrum der Lust zu senden
und die Erinnerung an Sylvies Massage zu wecken. Er war nicht sicher, ob die
irgendwann irgendwas toppen konnte.
»Ich
möchte das mal mit dir ausprobieren. Ich will alles kennenlernen. Alle
Stellungen. Alle Varianten. Alles.«
»Wenn
du wirklich willst, aber nicht nur mir zuliebe«, sagte er.
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Toni
stellte sich hinter sie und ließ beide Arme zu ihren Händen hinuntergleiten, um
sie mit seinen zu verflechten und dann hochzuziehen. Sie genoss es, aber
dennoch spürte sie das stechende Brennen in der Herzgegend, als sie an Toni und
Sylvie dachte. Das beklemmende Gefühl schnürte ihr den Brustkorb zu.
Gina
löcherte ihn weiter. »Ménage à trois? Würde dir das gefallen?«
Unglaublich.
»Warum fragst du so einen Mist, verdammt noch mal? Ich habe vor dir nichts
Aufregendes beim Sex erlebt. Glaubst du, jeder steht auf Dreier?«
»Ich
habe es nur gelesen. Zwei Frauen, ein Mann. Den Männern gefällt das angeblich,
es sind ihre geheimen Wünsche.«
»Und
deswegen musst du sie gleich erfüllen? Es gehören immer zwei, nein drei dazu.
Nur wenn alle wollen, bringt das was. Und kein Mann wird sterben, wenn er nie
einen Dreier hatte. Fantasie und Wunsch, Realität und Erfüllung sind nicht
immer ein und dasselbe.«
»Ich
wollte wissen, ob du dir das schon mal vorgestellt hast.«
Sie
brachte ihn in Bedrängnis. Natürlich stellte er sich vor, mit Gina und Sylvie
Sex zu haben. Seit Sylvies Besuch war die Gier danach kaum auszuhalten.
»Gina,
sei einfach Gina. So wie ich dich liebe. Versuche nicht, Venus oder Vamp zu
sein oder Sylvie zu kopieren. Zwischen ihr und mir, das war nur sexuell. Bei
dir ist es stärker. Was soll ich mit zwei Frauen, die identisch sind? Gerade
weil ihr verschieden seid, liebe ich euch.«
»Du
liebst sie?«
