Freitag, 2. November 2012

... und noch eine Leseprobe zur Nacht



Toni merkte, wie der peitschende Rhythmus auch bei ihm zu einer Erregung führte, die er so nicht kannte. Einer Ekstase ähnlich. Sie füllte den gesamten Körper aus und leerte den Kopf völlig.
Sie standen sich gegenüber, öffneten die Augen und umarmten sich. Ihre Blicke begegneten sich und waren ein gegenseitiges Versprechen von Leidenschaft. Er zog mit den Zähnen langsam den Reißverschluss ihres Kleides herunter. Jeder Millimeter befreite Haut gab die Antwort auf die Frage, die er sich vorher schon gestellt hatte? Was trug sie darunter?
Nichts.
Er streifte es über die Schultern und hatte fast Angst, sie zu berühren. Was konnte er ihr noch bieten? Sie hatte doch schon alles erlebt. Er hielt sie im Arm und kitzelte mit einer ihrer Haarsträhnen eine Brustwarze. Die rotbraunen Knospen hatten es ihm angetan. Sie reagierten sofort auf seine Berührung und standen steif nach vorn.
»Vögeln wäre nicht gut. Dann käme ich mir vor wie ein Verräter«, sagte er fast flüsternd.
Der ungehorsame Phallus war von dieser Idee nicht besonders angetan und zuckte ungeduldig in der Hose.
»Genauso geht es mir. Deswegen küsse ich dich auch nicht. Eigentlich küsse ich sowieso kaum. Ergo, vögeln geht nicht, wichsen ist langweilig, oral wäre jetzt auch sehr intim, das geht auch in Richtung Verrat. Wir werden aber auch so wundervollen Spaß haben. Mach weiter. Das ist schön.«
Seine Lippen verwuchsen mit der Knospe, er umspielte sie abwechselnd mit der Zunge oder saugte an ihr, sie stand fest und steil, auch weil Sylvies Haare sie kitzelten und dabei seine Lippen berührten. Er saugte und verstärkte den Druck mit der Zunge, während sich die andere Hand mit der anderen Brust und dem Nippel beschäftigte, beides knetete, drückte und zupfte. Er drehte ihn um fast hundertachtzig Grad, worauf Sylvie kurz und heftig Luft holte und »ja, ja, ja«, schrie. Mit schnellen Bewegungen zog er die Fingerspitzen über die Nippel, als würde er Gitarrensaiten schlagen, und Sylvies Atmen war nur noch ein Keuchen, nur unterbrochen von ihrem »ja, mehr. Noch mehr.«
Sie sanken auf den Teppich. Sylvie zuckte heftig, fasste sich zwischen die Beine und rieb sich weiter, laut keuchend. Plötzlich atmete sie wieder ruhig.
War sie nur davon schon gekommen? Er staunte.
*
Sylvie drehte ihn auf die Seite. »Noch eine zweite Übung. Die wirst du nie vergessen«, sagte sie und stand auf. Sie wühlte ihn ihrem Gepäck herum und holte ein Beauty case heraus.
Seine Erektion beachtete sie nicht, als sie seine Shorts über die Hüften streifte und auszog. Was hatte sie vor?
Toni spürte ihre Finger direkt auf dem Steißbein. Sie glitten hinunter in die Pospalte bis zum Damm. Ein wohliges Kribbeln fühlte ihn aus. Sie knetete die Backen oder strich mit den Fingernägeln hinüber. Eine kühle, feuchte Masse verteilte sich in der Ritze, und Finger streichelten den gesamten Bereich um die gekräuselte Öffnung. Besonders intensiv massierte sie den Damm und betupfte mit den Fingerspitzen die Hoden. Liebevoll streichelte sie die Eichel.
Toni schnaufte. Sie zog etwas über den Finger, er nahm ein leichtes Rascheln wahr. Als sie ihren Finger in den engen Anus bohrte, zuckte Toni und kniff die Backen zusammen. Er war entsetzt.
»Sylvie. Nein! Was machst du? Willst du, dass ich schwul werde?«
»Ich möchte dich verwöhnen. Das erleben von hundert Männern höchstens zehn mit ihrer Partnerin. Das ist kein Arschfick. Das ist Wahnsinn. Sortiere nicht in Schubladen. Ob du Homo oder Hetero bist spielt keine Rolle. Lass los und genieße.«

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