Donnerstag, 8. September 2011

Leseprobe aus der nächsten KG

»Was machen wir mit dem Rest des Tages«, hatte er gefragt und gelächelt. Sie hatte diesem Lächeln nichts entgegengesetzt. Sie spürte nur noch ihr pulsierendes Blut und das Signal aus ihren vernachlässigten Tiefen. Die kurzen, heftigen Muskelreflexe, die Instinkte, die ihr gar keine andere Wahl ließen, als sich straightway mit diesem Mann zu vereinen. Sie verbrachten die Nacht in ihrem Bett.
»Unrasierte Liebhaber kommen ausnahmsweise heute noch einmal durch die Zensur«, sagte sie. Sie nahm Strähnen ihrer Haare und zog sie in den Leisten entlang, wand sie um die Hoden, umkreiste damit die Eichel und schlang sie um den Phallus wie einen Ring. Sie glitt damit hoch und runter, worauf ihr Geliebter seinen Atemzügen zum ersten Mal Laute gab, die tief aus dem Bauch kamen. Sie verstand diese Laute als Aufforderung. Als Einladung, selbst tätig zu werden und sich auf ihn zu setzen, weil er nicht auf die Idee kam, sie zu vögeln. Fast im selben Moment erstarrte er schon wieder in Lustlosigkeit.
Wie konnte ihm die Wichserei allein genügen? Dabei war doch jeder für sich.
Wenn er nur reden würde.

Leseprobe1: Schau mir zu

Mit den Händen lenkte er ihren Blick tiefer, an sich herunter, aber sie konnte nicht erkennen, was er meinte. Sie zuckte mit den Schultern. Eine merkwürdige Art der Verständigung war das. Er teilte ihr doch sonst auch mit, was er wollte. Sie spürte das Kribbeln in der Möse, das Klopfen in der Klitoris, und allein die Vorstellung, dass er dort nackt stehen würde, brachte ihr Blut zum Pulsieren. Ein Schauer der Lust zog über ihre Haut.
Er hat mir den Vibrator nicht zu meinem Vergnügen geschenkt, dachte sie, und auch das Fernglas nicht, damit ich im Wald Rehe beobachte. Sie holte das Päckchen und sah sich den Vibrator an. So ein Ding hatte sie selbst, ein älteres, hartes Modell, das sich manchmal im schönsten Vergnügen störrisch wie ein Esel benahm. Der Eisblaue hier war das Geschenk eines sexuellen Gourmets. Dieser kleine biegsame Freudenspender durchpflügte die Vulva und ließ keinen Punkt aus. Weder G-Punkt, A-Punkt, noch K-Punkt.
Lucy stand vor dem Fenster, und sobald der Vibrator zwischen ihren Beinen verschwand, löste er den Handtuchknoten. Fasziniert starrte sie durchs Fernglas. Seinen Slip behielt er an, er hob Schwanz und Hoden nur heraus und setzte drei Ringe auf die Eichel, die er dann bis zur Wurzel hinunterzog. Der Schwanz war noch nicht steif.