Leseprobe aus meinem neuen Buch
Copyright© Florella Sander
Der
Sekt schoss so jäh in Ginas Adern wie kein anderer Alkohol. Ihr wurde heiß, und
sie spürte ihr Blut wild pulsieren. Schon die ganze Zeit.
»Hey,
ich möchte dir die Haare waschen«, sagte Sylvie und schaute Gina mit einem
Blick an, den diese nur von Männern kannte und den sie sonst mit einem
arktischen Blick erwiderte. Sie ahnte nicht, wie ihre Augen in diesem Moment
aussahen.
Sylvie
zog sich schnell aus und stieg in die Wanne. Gina starrte sie an. Sie beneidete
Sylvie um die nahtlose Bräune und den Körper, den sie so selbstverständlich
nackt präsentierte, während sie selbst froh war, dass ihrer gerade von Schaum
umschlossen war. Sylvies Brüste waren fest und voll, die Hüften rund und der
Hintern gut geformt. Ihr Venushügel war glatt, nicht mal ein winziger
Haarstreifen zierte ihn. Gina war erstaunt, denn sie hatte eine Schamhaarrasur
bisher für überflüssig gehalten. Aber es sah zugegeben sauber und verführerisch
aus.
Sylvie
setzte sich hinter sie, sie fühlte sie im Rücken, spürte wie ihre harten
Brustwarzen auf ihrer Haut kurze Bahnen zogen. Sylvie nahm die Brause, hielt
sie über Ginas Haare und massierte sanft das Shampoo ein. Dann spritzte sie
Duschgel in die Hand und verteilte es auf ihrem Hals und Rücken.
Gina saß
stocksteif, starrte in den Schaum unter sich und verdrängte, was gerade
passierte. Gut, dass Sylvie ihr Gesicht nicht sehen konnte. Sie beschloss,
alles über sich ergehen zu lassen. Trotzdem fand sie den Körper und die Hände
im Rücken und das Waschen der Haare angenehm.
Eine
Frage blieb. Stand Sylvie etwa auch auf Frauen? Wieso hatte sie nichts bemerkt?
»Lass
etwas Wasser ab«, sagte Sylvie und Gina zog den Stöpsel. Sylvies Hände zogen
seifige Spuren auf ihrer Haut, sie schloss die Augen. Die dunklen Haare legten
sich um ihren Hals und kitzelten ihre Brust.
Sylvie
drückte sich noch fester an Gina und verteilte Schaum auf ihren Armen, auf den
Schultern und in den Achselhöhlen. Plötzlich rutschten die Hände mit noch mehr
Gel hinüber zu Ginas Brüsten, wo sie den Schaum verrieben. Langsam und sanft
strichen sie über die Rundungen, kneteten sie, wogen sie in den Händen und
drückten sie gegeneinander. Sie nahmen die Nippel zwischen zwei Finger und
massierten sie, bis sie steif wurden und ihre Impulse direkt in Ginas
Lustzentrum sendeten, die immer noch zwischen Scham und Genuss hin und her
gerissen war.
Das
Kribbeln, das sie ansatzweise beim Lesen von Lady Chatterley gespürt hatte,
erfasste den gesamten Unterleib und steigerte sich zum Pochen, sie spürte das
Anschwellen des kleinen Hügels zwischen den Schamlippen, und kurz darauf das Pulsieren
und Klopfen in der Vulva. Sie genoss die Berührungen. Kein Mann hatte bisher
solche Lust in ihr geweckt. War sie etwa lesbisch?
Das
Wasser umspielte schon ihren Bauchnabel, und sie steckte den Stöpsel wieder
ein.
»Steh
auf«, sagte Sylvie, und Gina stand auf. Sylvie verrieb den Schaum zwischen
Ginas Beinen und zupfte an den Schamhaaren, zwirbelte sie und zog sie in die
Länge. Als wollte sie noch mal testen, wie sich das Gekräusel anfühlte.
»Von
denen würde ich mich schnell trennen. Die stören bei allem. Männer haben nicht
gern Haare im Mund.«
Gina
schluckte. Sylvies Offenheit trieb ihr die Schamröte ins Gesicht. Sie ersparte
kein Detail. Die Lippen eines Mannes zwischen den Beinen? Ihr wurde heiß bei
der Vorstellung.
Sylvie
streichelte liebevoll den Kitzler und umkreiste dessen Spitze, bis Gina
plötzlich spürte wie er im Rhythmus pochte und wie sich ein Brennen im gesamten
Becken ausbreitete. Sie atmete tief aus und seufzte.
»Merkst
du was? Wie fühlt sich das an? Du darfst dabei ruhig laut sein, Männer lieben
das.« Sylvie schraubte den Duschkopf ab, das Wasser lief im sanften Strahl über
Haare und Rücken. Überall spülte sie den Schaum fort, dann drehte sie etwas
stärker auf, ihre Finger bewegten sich über die Hüften hinunter, durch Ginas
Schamhaare hindurch und teilten sie. Sie richtete den Strahl dazwischen, und
alles zog sich zusammen.
Gina
genoss den neuen, unbekannten Reiz, sie wollte mehr. Sylvie drückte sie
herunter, so dass sie beide lagen, ihre Finger legten sich wie ein V auf Ginas
Schambein, wo sie sanft vor und zurückglitten. Dazwischen der Strahl, quirlend
und wallend und unter Wasser abgeschwächt. Beide stöhnten im Rhythmus.
»Hör
nicht auf, hör jetzt nicht auf«, bat Gina, ohne zu sprechen. Sie räkelte sich
in Sylvies Armen hin und her und lieferte sich ihr völlig aus. Sylvie lockte
die ersten kurzen Schreie aus ihr heraus. Sie bestimmte die Stärke des Strahls,
und wo er sich gerade befand, ob er längs oder quer seine weichen, pulsierenden
Furchen zog, und als öffneten Milliarden Nervenkanäle gleichzeitig ihre
Schleusen, überschwemmten Gina die ersten Wellen eines Gefühls, das sie noch
nie erlebt hatte. Als würden Tausende von Nadeln sanft in das gesamte Gebiet
vom Venushügel bis zum Damm stechen. Ein heftiges Zucken ging direkt von der
Vagina bis in den Beckenboden hinein, als würde sich etwas abwechselnd öffnen und
schließen. Das Klopfen steigerte sich und Gina spürte wie auf einmal dabei ein
Schmerz entstand. Sie wurde erfasst von dem Pendeln zwischen Lust und Schmerz
und fühlte wie sehr sie in diesem Augenblick beides wollte. Das eine ertrug, um
das andere zu bekommen. Nur damit der Orgasmus nicht endete.
Dann
hört Sylvie auf, um das gleiche bei sich selbst zu erleben, während Gina sich
zu ihr umdrehe, mit den Lippen ihre Brust ansaugte, anschließend ihren Mund und
sie dann ineinander fielen, Brust an Brust.
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