Mittwoch, 3. Oktober 2012

leseprobe



Leseprobe aus meinem neuen Buch 
Copyright© Florella Sander 


Der Sekt schoss so jäh in Ginas Adern wie kein anderer Alkohol. Ihr wurde heiß, und sie spürte ihr Blut wild pulsieren. Schon die ganze Zeit.

»Hey, ich möchte dir die Haare waschen«, sagte Sylvie und schaute Gina mit einem Blick an, den diese nur von Männern kannte und den sie sonst mit einem arktischen Blick erwiderte. Sie ahnte nicht, wie ihre Augen in diesem Moment aussahen.
Sylvie zog sich schnell aus und stieg in die Wanne. Gina starrte sie an. Sie beneidete Sylvie um die nahtlose Bräune und den Körper, den sie so selbstverständlich nackt präsentierte, während sie selbst froh war, dass ihrer gerade von Schaum umschlossen war. Sylvies Brüste waren fest und voll, die Hüften rund und der Hintern gut geformt. Ihr Venushügel war glatt, nicht mal ein winziger Haarstreifen zierte ihn. Gina war erstaunt, denn sie hatte eine Schamhaarrasur bisher für überflüssig gehalten. Aber es sah zugegeben sauber und verführerisch aus.
Sylvie setzte sich hinter sie, sie fühlte sie im Rücken, spürte wie ihre harten Brustwarzen auf ihrer Haut kurze Bahnen zogen. Sylvie nahm die Brause, hielt sie über Ginas Haare und massierte sanft das Shampoo ein. Dann spritzte sie Duschgel in die Hand und verteilte es auf ihrem Hals und Rücken.
Gina saß stocksteif, starrte in den Schaum unter sich und verdrängte, was gerade passierte. Gut, dass Sylvie ihr Gesicht nicht sehen konnte. Sie beschloss, alles über sich ergehen zu lassen. Trotzdem fand sie den Körper und die Hände im Rücken und das Waschen der Haare angenehm.
Eine Frage blieb. Stand Sylvie etwa auch auf Frauen? Wieso hatte sie nichts bemerkt?
»Lass etwas Wasser ab«, sagte Sylvie und Gina zog den Stöpsel. Sylvies Hände zogen seifige Spuren auf ihrer Haut, sie schloss die Augen. Die dunklen Haare legten sich um ihren Hals und kitzelten ihre Brust.
Sylvie drückte sich noch fester an Gina und verteilte Schaum auf ihren Armen, auf den Schultern und in den Achselhöhlen. Plötzlich rutschten die Hände mit noch mehr Gel hinüber zu Ginas Brüsten, wo sie den Schaum verrieben. Langsam und sanft strichen sie über die Rundungen, kneteten sie, wogen sie in den Händen und drückten sie gegeneinander. Sie nahmen die Nippel zwischen zwei Finger und massierten sie, bis sie steif wurden und ihre Impulse direkt in Ginas Lustzentrum sendeten, die immer noch zwischen Scham und Genuss hin und her gerissen war.
Das Kribbeln, das sie ansatzweise beim Lesen von Lady Chatterley gespürt hatte, erfasste den gesamten Unterleib und steigerte sich zum Pochen, sie spürte das Anschwellen des kleinen Hügels zwischen den Schamlippen, und kurz darauf das Pulsieren und Klopfen in der Vulva. Sie genoss die Berührungen. Kein Mann hatte bisher solche Lust in ihr geweckt. War sie etwa lesbisch?
Das Wasser umspielte schon ihren Bauchnabel, und sie steckte den Stöpsel wieder ein.
»Steh auf«, sagte Sylvie, und Gina stand auf. Sylvie verrieb den Schaum zwischen Ginas Beinen und zupfte an den Schamhaaren, zwirbelte sie und zog sie in die Länge. Als wollte sie noch mal testen, wie sich das Gekräusel anfühlte.
»Von denen würde ich mich schnell trennen. Die stören bei allem. Männer haben nicht gern Haare im Mund.«
Gina schluckte. Sylvies Offenheit trieb ihr die Schamröte ins Gesicht. Sie ersparte kein Detail. Die Lippen eines Mannes zwischen den Beinen? Ihr wurde heiß bei der Vorstellung.
Sylvie streichelte liebevoll den Kitzler und umkreiste dessen Spitze, bis Gina plötzlich spürte wie er im Rhythmus pochte und wie sich ein Brennen im gesamten Becken ausbreitete. Sie atmete tief aus und seufzte.
»Merkst du was? Wie fühlt sich das an? Du darfst dabei ruhig laut sein, Männer lieben das.« Sylvie schraubte den Duschkopf ab, das Wasser lief im sanften Strahl über Haare und Rücken. Überall spülte sie den Schaum fort, dann drehte sie etwas stärker auf, ihre Finger bewegten sich über die Hüften hinunter, durch Ginas Schamhaare hindurch und teilten sie. Sie richtete den Strahl dazwischen, und alles zog sich zusammen.
Gina genoss den neuen, unbekannten Reiz, sie wollte mehr. Sylvie drückte sie herunter, so dass sie beide lagen, ihre Finger legten sich wie ein V auf Ginas Schambein, wo sie sanft vor und zurückglitten. Dazwischen der Strahl, quirlend und wallend und unter Wasser abgeschwächt. Beide stöhnten im Rhythmus.
»Hör nicht auf, hör jetzt nicht auf«, bat Gina, ohne zu sprechen. Sie räkelte sich in Sylvies Armen hin und her und lieferte sich ihr völlig aus. Sylvie lockte die ersten kurzen Schreie aus ihr heraus. Sie bestimmte die Stärke des Strahls, und wo er sich gerade befand, ob er längs oder quer seine weichen, pulsierenden Furchen zog, und als öffneten Milliarden Nervenkanäle gleichzeitig ihre Schleusen, überschwemmten Gina die ersten Wellen eines Gefühls, das sie noch nie erlebt hatte. Als würden Tausende von Nadeln sanft in das gesamte Gebiet vom Venushügel bis zum Damm stechen. Ein heftiges Zucken ging direkt von der Vagina bis in den Beckenboden hinein, als würde sich etwas abwechselnd öffnen und schließen. Das Klopfen steigerte sich und Gina spürte wie auf einmal dabei ein Schmerz entstand. Sie wurde erfasst von dem Pendeln zwischen Lust und Schmerz und fühlte wie sehr sie in diesem Augenblick beides wollte. Das eine ertrug, um das andere zu bekommen. Nur damit der Orgasmus nicht endete.
Dann hört Sylvie auf, um das gleiche bei sich selbst zu erleben, während Gina sich zu ihr umdrehe, mit den Lippen ihre Brust ansaugte, anschließend ihren Mund und sie dann ineinander fielen, Brust an Brust.

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